
Ein Konzertbericht mit Fotos von Thorsten Murr
Eine zweite Premiere - nach über 45 Jahren!
Die Vorgeschichte dieses Konzertes liegt lange zurück. Damals, 1980, fanden sich in Westberlin einige Musiker zusammen, um eine neue Band zu gründen. Das war sicherlich nichts Außergewöhnliches. Außergewöhnlich aber war die Zusammensetzung der neuen Combo, denn in ihr trafen sich Künstler, die zuvor in bekannten Bands oder als Solisten in der DDR gelebt und gespielt hatten. Christiane Ufholz, Thomas "Monster" Schoppe und Klaus "Renft" Jentzsch waren dabei. Über verschiedenste Wege waren sie nach Westdeutschland und schließlich nach Westberlin gelangt. Die wohl spektakulärste Reise der Gefährten hatten Eberhard Klunker und sein Kumpel und Kollege Olaf Wegener hinter sich, die nachts in einem Schlauchboot über die Ostsee von der Insel Poel an die Küste von Schleswig-Holstein geflüchtet waren. Die Beiden waren auch die Ideen- und Namensgeber des Vorhabens, das "Windminister" hieß. Zwei Auftritte hatte es damals gegeben. Was es damit auf sich hatte und warum sie über Jahrzehnte die einzigen bleiben sollten, ist unter anderem auf Deutsche Mugge nachzulesen. Zudem, so berichtet Eberhard Klunker, erwiesen sich die damaligen Möglichkeiten zur technischen Umsetzung der komplexen harmonischen Strukturen sowohl auf der Bühne als auch im Aufnahmestudio als zu begrenzt und erbrachten keine zufriedenstellenden Ergebnisse, sodass sich die Gruppe nach einiger Zeit auflöste. Die musikalische Substanz der Windminister-Musik fand sich teilweise in späteren Veröffentlichungen von beteiligten Musikern wieder, etwa auf dem unter dem Namen Windminister 2005 erschienenen Album "Bootsmann" von Eberhard Klunker und Olaf Wegener und auf dem Album "Beautiful Machines" von Christiane Ufholz und Eberhard Klunker im Jahr 2014.
Die Vorgeschichte dieses Konzertes liegt lange zurück. Damals, 1980, fanden sich in Westberlin einige Musiker zusammen, um eine neue Band zu gründen. Das war sicherlich nichts Außergewöhnliches. Außergewöhnlich aber war die Zusammensetzung der neuen Combo, denn in ihr trafen sich Künstler, die zuvor in bekannten Bands oder als Solisten in der DDR gelebt und gespielt hatten. Christiane Ufholz, Thomas "Monster" Schoppe und Klaus "Renft" Jentzsch waren dabei. Über verschiedenste Wege waren sie nach Westdeutschland und schließlich nach Westberlin gelangt. Die wohl spektakulärste Reise der Gefährten hatten Eberhard Klunker und sein Kumpel und Kollege Olaf Wegener hinter sich, die nachts in einem Schlauchboot über die Ostsee von der Insel Poel an die Küste von Schleswig-Holstein geflüchtet waren. Die Beiden waren auch die Ideen- und Namensgeber des Vorhabens, das "Windminister" hieß. Zwei Auftritte hatte es damals gegeben. Was es damit auf sich hatte und warum sie über Jahrzehnte die einzigen bleiben sollten, ist unter anderem auf Deutsche Mugge nachzulesen. Zudem, so berichtet Eberhard Klunker, erwiesen sich die damaligen Möglichkeiten zur technischen Umsetzung der komplexen harmonischen Strukturen sowohl auf der Bühne als auch im Aufnahmestudio als zu begrenzt und erbrachten keine zufriedenstellenden Ergebnisse, sodass sich die Gruppe nach einiger Zeit auflöste. Die musikalische Substanz der Windminister-Musik fand sich teilweise in späteren Veröffentlichungen von beteiligten Musikern wieder, etwa auf dem unter dem Namen Windminister 2005 erschienenen Album "Bootsmann" von Eberhard Klunker und Olaf Wegener und auf dem Album "Beautiful Machines" von Christiane Ufholz und Eberhard Klunker im Jahr 2014.
Großes Interesse am Restart
Wie aus der Ankündigung des heutigen Konzertes zu erfahren war, soll das Material, das damals für "Windminister" entwickelt worden war, jetzt erneut zur Aufführung kommen. Die Einladung machte mich etwas stutzig: Ein Konzert an einem Dienstag in Berlin, zudem in einem Club, der unter jungen Leuten als Party-Location beliebt ist. Für erwachsene Musikfreunde allerdings ist der Soda-Club auf dem Gelände der Kulturbrauerei seit einigen Jahren eine fixe Adresse, um immer mittwochs Live-Musik zu erleben und ein wenig zu tanzen. Ich bin gespannt, ob das heute funktioniert. Als ich deutlich vor 20 Uhr ankomme, ist das Venue schon gut besucht. Sehr gut. Das Publikum besteht gefühlt zur Hälfte selbst aus Musikerinnen und Musikern - einiges an Prominenz ist da, sodass dieser Abend per se schon ein ganz besonderes Ereignis ist.
Hexaphonisches Gitarren-Setting
Auf der ebenerdigen Fläche, die hier als Bühne dient, sieht man schon das, was auch in der Einladung zu sehen war: Eine exakt ausgerichtete Linie aus sechs kompakten Marshall-Combo-Verstärkern - jeder mit eigenem Abnahmemikrofon vorm Speaker. Was ein wenig nach "Gear Porn" aussieht, hat seinen Sinn: Eine hexaphonische Gitarre soll zum Einsatz kommen. Bereitwillig erklärt mir ein offenbar sachverständiger Konzertbesucher, was es mit diesem ungewöhnlichen Setting auf sich hat. In Kurzform: Die Gitarre hat einen speziellen, hexaphonischen, Tonabnehmer. Der nimmt nicht alle sechs Saiten gleichzeitig ab, sondern jede Saite einzeln und leitet diese einzelnen Töne dann an den entsprechenden Amp weiter. Somit hat jede Saite der Gitarre ihren eigenen Verstärker. Sechs Saiten, sechs Pick-ups, sechs Verstärker. Das, was man heutzutage üblicherweise mit digitalen Hilfsmitteln und Mixertechnik umsetzt, wie mir der Experte erklärt, wird bei diesem Instrument und diesem Aufbau analog erzeugt.Eberhard Klunker selbst hatte einst einen Prototyp einer solchen Gitarre entwickelt.
Nachdem das Technische ge- und hier grob erklärt ist, geht's jetzt um die Musik, denn inzwischen hat die Band Aufstellung genommen. Wolf Spors, der rührige Veranstalter, der im Soda-Club die wöchentlichen Mittwoch-Muggen erfolgreich etabliert hat, begrüßt die Gäste. Wie schon im Vorfeld gelesen, bezeichnet auch Wolf die gleich präsentierte Musik als Progressive Rock, was mich etwas wundert, denn ein für Prog meiner Meinung nach obligatorisches Keyboard oder ein Synthesizer ist nirgendwo zu sehen, dafür aber laufen auf dem Backdrop Videoprojektionen mit psychedelisch inspirierten Motiven …
Erlesene Mitwirkende
Was man im Voraus wusste: Eberhard Klunker hat sich für dieses ambitionierte Vorhaben eine erstklassige Band zusammengestellt: Am Gesangsmikro die immer wieder in verschiedensten Band- und Projektkontexten bezaubernde Steffi Breiting, am Bass Simon Pauli, mir vor allem bekannt als langjähriges Mitglied der Waldi-Weiz-Band und als Bassist in der Begleitband von Ex-Puhdy Dieter "Maschine" Birr, sowie an den Drums eine junge Frau, die ich heute erstmals live erlebe, Siddhi Shah. Siddih stammt aus Indien und kann bereits auf eine ansehnliche internationale Karriere sowohl als Musikerin und Musiklehrerin als auch als DJ und in anderen kreativen Disziplinen verweisen.
Mehr Rock statt Prog
Während ich mich noch mental auf ein komplexes Progressive-Werk vorbereite, geht es in eine ganz andere Richtung ab, als erwartet - nämlich ausgesprochen flott, frisch und vorwärtsdrängend. Geboten wird eine Reihe dynamischer, knackiger Rocksongs, mit griffigem Groove, markantem Gesang und einer virtuos gespielten, sphärisch klingenden Gitarre. Das geht richtig nach vorn und knallt rein. Das Publikum ist sofort bei der Sache.
Vielleicht ist genau der Klang der hexaphonischen Gitarre das progressive Element in dieser Musik. Der Sound ist wirklich speziell und erfährt durch die erstaunlich leidenschaftlich-energischen Moves von Eberhard Klunker eine zusätzliche optische Verstärkung. Herrlich - wunderbar anzuhören und obendrein eine gelungene Show!
Zeitloses Material neu arrangiert
Wie ich später von Eberhard Klunker erfahre, hat er für die heutige Band Windminister kompositorische und textliche Grundbausteine von damals verwendet, die er selbst damals in das Projekt eingebracht hatte und als zeitlos betrachtet. In Zusammenarbeit mit dem Produzenten Bodo Strecke wurde alles völlig neu arrangiert, auf die hexaphonische Gitarre abgestimmt und um Songs ergänzt, die etwas später, in den Achtzigern ihren Ursprung haben.
Gesungen wird durchweg englisch, was dem Ganzen eine gewisse Grenzenlosigkeit verleiht. Die Texte widmen sich der heraufziehenden Kriegsgefahr, behandeln Rückzugsstrategien aus dem alltäglichen Wahnsinn, üben Konsumkritik und verarbeiten verschiedene Beziehungsthemen. Die Stücke heißen etwa: "Lovers And Angels", "Waiting Until The Next Morning" oder "The Night Be Over". Nicht alle Lyrics stammen aus der Feder von Eberhard Klunker. So verwendet "Odyssey", in dem es um Flucht über das Meer geht, was nachvollziehbare autobiografische Bezüge enthält, einen Text der holländischen Autorin Desiree Schillings.
Großartiger Auftritt!
Ob das nun Prog Rock ist oder nicht, ist inzwischen gänzlich egal. Was da vorn geboten wird, ist einfach nur cool und begeistert die Leute im Saal. Ich würde es als zeitlos klassischen Rock and Roll bezeichnen - ein bisschen Hard, ein kleines bisschen Punk, ein bisschen New Wave und ja, einen Reggae gab es auch zu hören. Die Stücke sind gleichermaßen zugänglich wie auch eingängig. Fein und kraftvoll vorgetragene Melodien vor dem treibenden Rhythmus einer äußerst potenten Rhythmusabteilung, veredelt mit den Gitarrensolos des Bandleaders. Kannte ich Eberhard Klunker bislang vor allem als einen Meister der akustischen Gitarre, erlebe ich ihn heute als geübten und virtuos spielenden Könner auf dem elektrischen Instrument - zudem auf einem hexaphonischen. Bei einigen Songs übernimmt er zudem selbst die Leadvocals oder teilt sie sich mit Steffi.
Auch die übrigen Bandmitglieder haben reichlich Gelegenheit, ihr musikalische Exzellenz solistisch zu präsentieren und das qualitativ ohnehin schon erstklassige Zusammenspiel zusätzlich zu veredeln. Vor allem das fulminante Schlagzeugsolo von Siddhi Shah im zweiten Teil der Show dürfte vielen der heutigen Konzertbesucher noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Bravo, diese Premiere hat gesessen! Das Publikum ist durchweg begeistert, der Applaus ist lang und herzlich - und selbstverständlich gibt es eine Zugabe.
Bitte mehr davon!
Was bereits in den Pausen- und After-Show-Gesprächen deutlich wurde und worin mir wohl alle zustimmen: Wir haben es hier mit einer Band zu tun, mit der man künftig rechnen sollte. Und wir haben starkes Songmaterial kennengelernt, das gleichermaßen frisch und jung wie auch erwachsen und ausgereift klingt - und sich somit geradezu aufdrängt, in ein Album gefasst zu werden. Ich jedenfalls wünsche mir mehr davon. Vielen Dank für diesen überaus erbaulichen, unterhaltsamen und erkenntnisreichen Abend!
Wie aus der Ankündigung des heutigen Konzertes zu erfahren war, soll das Material, das damals für "Windminister" entwickelt worden war, jetzt erneut zur Aufführung kommen. Die Einladung machte mich etwas stutzig: Ein Konzert an einem Dienstag in Berlin, zudem in einem Club, der unter jungen Leuten als Party-Location beliebt ist. Für erwachsene Musikfreunde allerdings ist der Soda-Club auf dem Gelände der Kulturbrauerei seit einigen Jahren eine fixe Adresse, um immer mittwochs Live-Musik zu erleben und ein wenig zu tanzen. Ich bin gespannt, ob das heute funktioniert. Als ich deutlich vor 20 Uhr ankomme, ist das Venue schon gut besucht. Sehr gut. Das Publikum besteht gefühlt zur Hälfte selbst aus Musikerinnen und Musikern - einiges an Prominenz ist da, sodass dieser Abend per se schon ein ganz besonderes Ereignis ist.

Hexaphonisches Gitarren-Setting
Auf der ebenerdigen Fläche, die hier als Bühne dient, sieht man schon das, was auch in der Einladung zu sehen war: Eine exakt ausgerichtete Linie aus sechs kompakten Marshall-Combo-Verstärkern - jeder mit eigenem Abnahmemikrofon vorm Speaker. Was ein wenig nach "Gear Porn" aussieht, hat seinen Sinn: Eine hexaphonische Gitarre soll zum Einsatz kommen. Bereitwillig erklärt mir ein offenbar sachverständiger Konzertbesucher, was es mit diesem ungewöhnlichen Setting auf sich hat. In Kurzform: Die Gitarre hat einen speziellen, hexaphonischen, Tonabnehmer. Der nimmt nicht alle sechs Saiten gleichzeitig ab, sondern jede Saite einzeln und leitet diese einzelnen Töne dann an den entsprechenden Amp weiter. Somit hat jede Saite der Gitarre ihren eigenen Verstärker. Sechs Saiten, sechs Pick-ups, sechs Verstärker. Das, was man heutzutage üblicherweise mit digitalen Hilfsmitteln und Mixertechnik umsetzt, wie mir der Experte erklärt, wird bei diesem Instrument und diesem Aufbau analog erzeugt.Eberhard Klunker selbst hatte einst einen Prototyp einer solchen Gitarre entwickelt.
Nachdem das Technische ge- und hier grob erklärt ist, geht's jetzt um die Musik, denn inzwischen hat die Band Aufstellung genommen. Wolf Spors, der rührige Veranstalter, der im Soda-Club die wöchentlichen Mittwoch-Muggen erfolgreich etabliert hat, begrüßt die Gäste. Wie schon im Vorfeld gelesen, bezeichnet auch Wolf die gleich präsentierte Musik als Progressive Rock, was mich etwas wundert, denn ein für Prog meiner Meinung nach obligatorisches Keyboard oder ein Synthesizer ist nirgendwo zu sehen, dafür aber laufen auf dem Backdrop Videoprojektionen mit psychedelisch inspirierten Motiven …
Erlesene Mitwirkende
Was man im Voraus wusste: Eberhard Klunker hat sich für dieses ambitionierte Vorhaben eine erstklassige Band zusammengestellt: Am Gesangsmikro die immer wieder in verschiedensten Band- und Projektkontexten bezaubernde Steffi Breiting, am Bass Simon Pauli, mir vor allem bekannt als langjähriges Mitglied der Waldi-Weiz-Band und als Bassist in der Begleitband von Ex-Puhdy Dieter "Maschine" Birr, sowie an den Drums eine junge Frau, die ich heute erstmals live erlebe, Siddhi Shah. Siddih stammt aus Indien und kann bereits auf eine ansehnliche internationale Karriere sowohl als Musikerin und Musiklehrerin als auch als DJ und in anderen kreativen Disziplinen verweisen.

Mehr Rock statt Prog
Während ich mich noch mental auf ein komplexes Progressive-Werk vorbereite, geht es in eine ganz andere Richtung ab, als erwartet - nämlich ausgesprochen flott, frisch und vorwärtsdrängend. Geboten wird eine Reihe dynamischer, knackiger Rocksongs, mit griffigem Groove, markantem Gesang und einer virtuos gespielten, sphärisch klingenden Gitarre. Das geht richtig nach vorn und knallt rein. Das Publikum ist sofort bei der Sache.
Vielleicht ist genau der Klang der hexaphonischen Gitarre das progressive Element in dieser Musik. Der Sound ist wirklich speziell und erfährt durch die erstaunlich leidenschaftlich-energischen Moves von Eberhard Klunker eine zusätzliche optische Verstärkung. Herrlich - wunderbar anzuhören und obendrein eine gelungene Show!
Zeitloses Material neu arrangiert
Wie ich später von Eberhard Klunker erfahre, hat er für die heutige Band Windminister kompositorische und textliche Grundbausteine von damals verwendet, die er selbst damals in das Projekt eingebracht hatte und als zeitlos betrachtet. In Zusammenarbeit mit dem Produzenten Bodo Strecke wurde alles völlig neu arrangiert, auf die hexaphonische Gitarre abgestimmt und um Songs ergänzt, die etwas später, in den Achtzigern ihren Ursprung haben.
Gesungen wird durchweg englisch, was dem Ganzen eine gewisse Grenzenlosigkeit verleiht. Die Texte widmen sich der heraufziehenden Kriegsgefahr, behandeln Rückzugsstrategien aus dem alltäglichen Wahnsinn, üben Konsumkritik und verarbeiten verschiedene Beziehungsthemen. Die Stücke heißen etwa: "Lovers And Angels", "Waiting Until The Next Morning" oder "The Night Be Over". Nicht alle Lyrics stammen aus der Feder von Eberhard Klunker. So verwendet "Odyssey", in dem es um Flucht über das Meer geht, was nachvollziehbare autobiografische Bezüge enthält, einen Text der holländischen Autorin Desiree Schillings.
Großartiger Auftritt!
Ob das nun Prog Rock ist oder nicht, ist inzwischen gänzlich egal. Was da vorn geboten wird, ist einfach nur cool und begeistert die Leute im Saal. Ich würde es als zeitlos klassischen Rock and Roll bezeichnen - ein bisschen Hard, ein kleines bisschen Punk, ein bisschen New Wave und ja, einen Reggae gab es auch zu hören. Die Stücke sind gleichermaßen zugänglich wie auch eingängig. Fein und kraftvoll vorgetragene Melodien vor dem treibenden Rhythmus einer äußerst potenten Rhythmusabteilung, veredelt mit den Gitarrensolos des Bandleaders. Kannte ich Eberhard Klunker bislang vor allem als einen Meister der akustischen Gitarre, erlebe ich ihn heute als geübten und virtuos spielenden Könner auf dem elektrischen Instrument - zudem auf einem hexaphonischen. Bei einigen Songs übernimmt er zudem selbst die Leadvocals oder teilt sie sich mit Steffi.

Auch die übrigen Bandmitglieder haben reichlich Gelegenheit, ihr musikalische Exzellenz solistisch zu präsentieren und das qualitativ ohnehin schon erstklassige Zusammenspiel zusätzlich zu veredeln. Vor allem das fulminante Schlagzeugsolo von Siddhi Shah im zweiten Teil der Show dürfte vielen der heutigen Konzertbesucher noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Bravo, diese Premiere hat gesessen! Das Publikum ist durchweg begeistert, der Applaus ist lang und herzlich - und selbstverständlich gibt es eine Zugabe.
Bitte mehr davon!
Was bereits in den Pausen- und After-Show-Gesprächen deutlich wurde und worin mir wohl alle zustimmen: Wir haben es hier mit einer Band zu tun, mit der man künftig rechnen sollte. Und wir haben starkes Songmaterial kennengelernt, das gleichermaßen frisch und jung wie auch erwachsen und ausgereift klingt - und sich somit geradezu aufdrängt, in ein Album gefasst zu werden. Ich jedenfalls wünsche mir mehr davon. Vielen Dank für diesen überaus erbaulichen, unterhaltsamen und erkenntnisreichen Abend!
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