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DEAN
Berlin | Neu Helgoland | 20. Februar 2026

Ein Bericht mit Fotos von Reinhard Baer



Als ich am Freitagabend im Berliner Neu Helgoland ankam, bekam ich doch einen leichten Schreck. Wenn man über den Hof zum Eingang des Restaurants geht, sind auf der rechten Seite auf einer Mauer die Plakate zu den einzelnen Veranstaltungen aufgehängt. Am Ende der Reihe sah ich die Ankündigung "DEAN" und das Datum 6. März. Hab ich mich da im Termin geirrt? Hatte ich etwa die lange Fahrt nach Berlin völlig umsonst auf mich genommen? Aber dann sah ich, dass das schon der Termin für 2027 war. Ich war heute also doch richtig. Puh … Glück gehabt!


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Der Saal war am Freitag zwar nicht bis auf den letzten Platz ausverkauft, aber die Publikumskulisse konnte sich dennoch sehen lassen. Wie immer ging auch diese Veranstaltung hier im Haus um 20:00 Uhr los. Ein kleines Intro kam aus den Lautsprechern und der Abend nahm seinen Lauf. DEAN ist ja nicht der Name des Sängers, sondern der Band mit der er spielt. Der Frontmann und wohl auch der Initiator von DEAN ist Dirk Lorenz, und wer schon einmal ein Konzert der MODERN SOUL BAND besucht hat kennt Dirk als den lustigen, redegewandten und etwas korpulenten Typ am Mikrofon. Und so gibt er sich auch in seiner Band DEAN.

DEAN spielte an diesem Abend zum vierten Mal im Neu Helgoland. Erstmalig waren die Musiker 2023 hier auf der Bühne, und da der Termin für 2027 schon feststeht, kann man dann gewissermaßen schon von einem kleinen Jubiläum im nächsten Jahr reden. Zur Band gehören neben Dirk noch Oliver Bostroem an den Gitarren, Max Bendel am Schlagzeug und Thomas Wolfram am Bass. DEAN hat sich der amerikanischen Musik verschrieben. Die Titelliste des Abends habe ich von Oli Bostroem abfotografiert (siehe Fotostrecke) und ich muss ehrlich sagen, von den darauf zu findenden Songs kam mir irgendwie nichts bekannt vor. Das Geht möglicherweise vielen so, aber Dirk Lorenz ist ein ausgezeichneter Kenner dieser Musikszene, so dass er zu den Originalinterpreten eine Menge sagen kann. Ebenso darüber, worum es in den Texten geht. Kein Wunder, denn er hat einige der Bands bzw. Künstler schon live erlebt oder freut sich auf noch bevorstehend Tourneen und Konzerte.

Wer Country-Musik auf Instrumente wie Banjo, Gitarre, Geige, Mundharmonika u. ä. beschränkt, ist bei DEAN falsch. Auf diese Art arrangierte Musik bietet die Band nicht an. Stattdessen wurde das Instrumentarium des Rock aufgefahren. Lediglich für einige Titel griff Oli Bostroem zu seiner Godin-Gitarre, welche mehr wie eine Akustikgitarre klingt. Der Bassist Thomas Wolfram spielte auf einem Akustik-Bass und Schlagzeuger Max Bendel bediente ein Cajon - oder wie man hierzulande auch sagt, eine Kistentrommel. Der Ursprung dieses Instrumentes ist in Peru zu suchen. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gab es auch hier noch Sklaverei und da die Menschen aus Afrika viel mit Trommeln ausdrücken, hat man sich aus Kisten diese Instrumente gebaut.


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Nachdem die Musiker den "akustischen" Block abgearbeitet hatten, gab es eine kleine Pause. Auf der Bühne musste einiges wieder umgebaut werden. Dann gab es - wie Dirk sagte - wieder voll was auf die Mütze. Gegen 22:00 Uhr ging das Konzert dem Ende entgegen. Dirk kündigte an - wie schon gesagt - am 6. März 2027 mit seiner Band DEAN wieder hier auf der Bühne zu stehen. Vorher wird er aber als Sänger der MODERN SOUL BAND am 3. und 4. Dezember wieder auf der Bühne des Neu Helgoland zu erleben sein, und in diesem Zusammenhang verkündete er auch noch eine traurige Nachricht: Bei den bisherigen Konzerten von DEAN saß MODERN SOUL BAND-Urgestein Hugo Laartz immer im Publikum. Dieses Jahr fehlte er, denn seine Frau Mia ist kürzlich verstorben. Im Dezember letzten Jahres hatte sie noch den Einlass für Hugo und seine Band organisiert und ich hatte mich da noch nett mit ihr unterhalten. Hugo, ich erlaube mir, Dir auch im Namen aller Kollegen von Deutsche Mugge unser tiefempfundenes Beileid auszusprechen und ich hoffe, wir sehen uns im Dezember dieses Jahres und im nächsten Jahr am 6. März dann bei DEAN wieder.

DEAN verabschiedete sich nach dem letzten Titel von der Bühne. Dirk bedankte sich beim Team vom Neu Helgoland, wo Live-Musiker noch immer gerne auftreten. Bevor endgültig Schluss war, gab es aber noch ein paar Zugaben, denn das hatte sich das Publikum redlich erklatscht. Die Gruppe DEAN und ihr Programm sind immer eine Reise wert. Also schaut doch mal vorbei, wenn sie wieder im Neu Helgoland spielt oder irgendwo bei euch um die Ecke Station macht.






Fotostrecke:
 



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