
Berlin | Neu Helgoland | 14. März 2026
Ein Konzertbericht wird Fotos von Reinhard Baer
Damals, im Jahre 1997, lief der Hit „Rescue Me“ im Rundfunk rauf und runter und zunächst dachte ein jeder, dass so eine Band und so ein Sound nur aus Großbritannien oder den USA kommen können. Dass es sich bei BELL BOOK & CANDLE aber um ein Trio aus Deutschland, und zudem auch noch aus dem Ostteil Berlins handelte, erfuhr man erst etwas später.
Die Band ging mehr oder weniger aus der Gruppe ROSALILI hervor und besteht aus der Sängerin Jana Groß, Gitarrist Andy Birr und Bassgitarrist Hendrik Röder. Andy und Hendrik („Henne“) spielten – wie gesagt – bereits schon in der als Schülerband gegründeten Formation ROSALILI zusammen. Mit dem gleichnamigen Titel hatte die Band zu DDR-Zeiten auch einen Hit. Weitere Erfolge konnten sie mit ROSALILI aber nicht mehr feiern, denn bald danach gab es die DDR nicht mehr und das Interesse an der Musik aus diesem Land erlosch fast komplett. Fast alle Künstler des untergegangenen Landes hatten es gesamtdeutsch schwer, und viele gaben auch auf. ROSALILI, die vor 1989 beim jüngeren Publikum extrem beliebt war, versuchte es 1993 nochmal mit der Single "Endlich lieben", die erstklassig produziert und ein echter Ohrwurm war, doch die Nummer konnte sich nicht durchsetzen. An der Musik kann es unmöglich gelegen haben, vielmehr an dem Etikett „Ostband“, dass dem Lied medial keine Chance gegeben wurde. Es war dann auch die letzte Zuckung einer eigentlich fantastischen Rock- und Pop-Band. Andy spielte eine kurze Zeit Schlagzeug in der Begleitband von Luci van Org (LUCILECTRIC), und Henne arbeitete als Clown. Er trat bei Eröffnungen von Kauf- oder -Autohäusern auf. Zusammen mit Jana Groß gründeten sie dann 1994 BELL BOOK & CANDLE (Kurz BB&C), und mit eingangs erwähnten Single „Rescue Me“ hatten sie etwas später auch wieder Erfolg, der sie in den USA und vielen anderen Ländern in den Charts ganz nach oben katapultierte. Inzwischen besteht das Trio seit über 30 Jahren, hat einige Alben und Singles veröffentlicht, und die drei Akteure sind alle über 50 Jahre jung. Ihr Terminkalender ist noch immer prall gefüllt und am letzten Samstag absolvierten sie im Neu Helgoland in Berlin ein Heimspiel vor ausverkauftem Haus.
Auf der Bühne agierten nur die drei genannten Musiker. Sie saßen auf Hockern vor ihren Mikrofonen und Jana sang nicht nur, sie machte auch die Ansagen. Dabei plauderte die charmante Frau einiges aus … sei es über die Band, ihre inzwischen acht Alben und auch über Privates. Eigentlich singen BB&C nur auf Englisch. Ihr Album „Wie wir sind“ von 2018 ist da eine absolute Ausnahme, denn es beinhaltet ausschließlich deutsche Texte. Im Konzert im Neu Helgoland am letzten Samstag gab es einen Querschnitt ihrer Arbeit aus all den Jahren des Bestehens. Auch Titel ihres aktuellen Albums „L.O.V.E.“ waren dabei, und sogar eine Coverversion fand sich auf der Setlist wieder, denn der Titel „An den Ufern der Nacht“ ist ein von den PUHDYS ausgeliehenes Stück. Und trotzdem bleibt es in der Familie, denn die Väter von Andy und Henne sind die beiden PUHDYS-Urgesteine Dieter „Maschine“ Birr und Peter Meyer.
Wie man der von mir eben beschriebenen Bandbesetzung schon entnehmen kann, waren die Arrangements der Lieder auf das Wesentliche reduziert. Bei den Albumproduktionen klingt die Band wesentlich voluminöser und ihre Lieder ausladender. Das lässt sich nur mit Gitarre und Bass natürlich nicht hinkriegen. Insbesondere das Fehlen von Tom Groß, dem Sohn von Jana und „Henne“, der bei BB&C etatmäßig das Schlagzeug bedient, war ein Hauptgrund für den Unterschied im Klang. Trotzdem gelang es dem Trio, trotz reduziertem Instrumentarium einen erstklassigen Sound in den Saal des Neu Helgoland zu zaubern und das Publikum damit anzuzünden. Hauptdarsteller und wichtigste Zutat der Musik von BB&C ist sowieso die Stimme von Jana Groß.
Nachdem die drei Musiker von BELL BOOK & CANDLE das Ende ihres Konzertes ankündigten, wollten sie noch einen Titel mit deutschem Text spielen, diesen aber nicht oben auf der Bühne, sondern dichter beim Publikum präsentieren. Sie gingen also mit Mikrofon und Instrumenten mitten ins „Getümmel“ vor der Bühne und gaben den Titel „Wartesaal“ vom hier schon genannten 2018er Album „Wie wir sind“ zum Besten. Im Text geht es um Gedanken über das Älterwerden. Im Anschluss ging es wieder zurück auf die Bühne, denn einen Song, ohne den man sie nicht hätte gehen lassen, hatten sie noch gar nicht gespielt: „Rescue Me“. Nach einem weiteren letzten Titel war das Konzert schließlich zu Ende. Die Zeit war wie im Fluge vergangen …
Der Auftritt der drei BELL BOOK & CANDLEs war beeindruckend, es war ein tolles Konzert, das im Saal eine ausgesprochen gute Stimmung auslöste. Licht und Bühnennebel bildeten für den Vortrag eine angemessene Kulisse. Nach ihrem Auftritt standen die drei Musiker den Konzertgästen auch noch am Merchandising-Stand für Autogramme, Fragen und Fotos zur Verfügung, und man konnte sich auch noch mit Tonträgern und andere Dingen der Band für zu Hause eindecken. Ich hoffe, dass BELL BOOK & CANDLE bald wieder einmal im Neu Helgoland zu erleben sein wird, dann sind wir für euch wieder dabei ...

Die Band ging mehr oder weniger aus der Gruppe ROSALILI hervor und besteht aus der Sängerin Jana Groß, Gitarrist Andy Birr und Bassgitarrist Hendrik Röder. Andy und Hendrik („Henne“) spielten – wie gesagt – bereits schon in der als Schülerband gegründeten Formation ROSALILI zusammen. Mit dem gleichnamigen Titel hatte die Band zu DDR-Zeiten auch einen Hit. Weitere Erfolge konnten sie mit ROSALILI aber nicht mehr feiern, denn bald danach gab es die DDR nicht mehr und das Interesse an der Musik aus diesem Land erlosch fast komplett. Fast alle Künstler des untergegangenen Landes hatten es gesamtdeutsch schwer, und viele gaben auch auf. ROSALILI, die vor 1989 beim jüngeren Publikum extrem beliebt war, versuchte es 1993 nochmal mit der Single "Endlich lieben", die erstklassig produziert und ein echter Ohrwurm war, doch die Nummer konnte sich nicht durchsetzen. An der Musik kann es unmöglich gelegen haben, vielmehr an dem Etikett „Ostband“, dass dem Lied medial keine Chance gegeben wurde. Es war dann auch die letzte Zuckung einer eigentlich fantastischen Rock- und Pop-Band. Andy spielte eine kurze Zeit Schlagzeug in der Begleitband von Luci van Org (LUCILECTRIC), und Henne arbeitete als Clown. Er trat bei Eröffnungen von Kauf- oder -Autohäusern auf. Zusammen mit Jana Groß gründeten sie dann 1994 BELL BOOK & CANDLE (Kurz BB&C), und mit eingangs erwähnten Single „Rescue Me“ hatten sie etwas später auch wieder Erfolg, der sie in den USA und vielen anderen Ländern in den Charts ganz nach oben katapultierte. Inzwischen besteht das Trio seit über 30 Jahren, hat einige Alben und Singles veröffentlicht, und die drei Akteure sind alle über 50 Jahre jung. Ihr Terminkalender ist noch immer prall gefüllt und am letzten Samstag absolvierten sie im Neu Helgoland in Berlin ein Heimspiel vor ausverkauftem Haus.
Auf der Bühne agierten nur die drei genannten Musiker. Sie saßen auf Hockern vor ihren Mikrofonen und Jana sang nicht nur, sie machte auch die Ansagen. Dabei plauderte die charmante Frau einiges aus … sei es über die Band, ihre inzwischen acht Alben und auch über Privates. Eigentlich singen BB&C nur auf Englisch. Ihr Album „Wie wir sind“ von 2018 ist da eine absolute Ausnahme, denn es beinhaltet ausschließlich deutsche Texte. Im Konzert im Neu Helgoland am letzten Samstag gab es einen Querschnitt ihrer Arbeit aus all den Jahren des Bestehens. Auch Titel ihres aktuellen Albums „L.O.V.E.“ waren dabei, und sogar eine Coverversion fand sich auf der Setlist wieder, denn der Titel „An den Ufern der Nacht“ ist ein von den PUHDYS ausgeliehenes Stück. Und trotzdem bleibt es in der Familie, denn die Väter von Andy und Henne sind die beiden PUHDYS-Urgesteine Dieter „Maschine“ Birr und Peter Meyer.
Wie man der von mir eben beschriebenen Bandbesetzung schon entnehmen kann, waren die Arrangements der Lieder auf das Wesentliche reduziert. Bei den Albumproduktionen klingt die Band wesentlich voluminöser und ihre Lieder ausladender. Das lässt sich nur mit Gitarre und Bass natürlich nicht hinkriegen. Insbesondere das Fehlen von Tom Groß, dem Sohn von Jana und „Henne“, der bei BB&C etatmäßig das Schlagzeug bedient, war ein Hauptgrund für den Unterschied im Klang. Trotzdem gelang es dem Trio, trotz reduziertem Instrumentarium einen erstklassigen Sound in den Saal des Neu Helgoland zu zaubern und das Publikum damit anzuzünden. Hauptdarsteller und wichtigste Zutat der Musik von BB&C ist sowieso die Stimme von Jana Groß.

Nachdem die drei Musiker von BELL BOOK & CANDLE das Ende ihres Konzertes ankündigten, wollten sie noch einen Titel mit deutschem Text spielen, diesen aber nicht oben auf der Bühne, sondern dichter beim Publikum präsentieren. Sie gingen also mit Mikrofon und Instrumenten mitten ins „Getümmel“ vor der Bühne und gaben den Titel „Wartesaal“ vom hier schon genannten 2018er Album „Wie wir sind“ zum Besten. Im Text geht es um Gedanken über das Älterwerden. Im Anschluss ging es wieder zurück auf die Bühne, denn einen Song, ohne den man sie nicht hätte gehen lassen, hatten sie noch gar nicht gespielt: „Rescue Me“. Nach einem weiteren letzten Titel war das Konzert schließlich zu Ende. Die Zeit war wie im Fluge vergangen …
Der Auftritt der drei BELL BOOK & CANDLEs war beeindruckend, es war ein tolles Konzert, das im Saal eine ausgesprochen gute Stimmung auslöste. Licht und Bühnennebel bildeten für den Vortrag eine angemessene Kulisse. Nach ihrem Auftritt standen die drei Musiker den Konzertgästen auch noch am Merchandising-Stand für Autogramme, Fragen und Fotos zur Verfügung, und man konnte sich auch noch mit Tonträgern und andere Dingen der Band für zu Hause eindecken. Ich hoffe, dass BELL BOOK & CANDLE bald wieder einmal im Neu Helgoland zu erleben sein wird, dann sind wir für euch wieder dabei ...
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