
Ein Bericht mit Fotos von Reinhard Baer
Ich war am vergangenen Freitag etwas spät dran, als ich endlich im „Neu Helgoland“ eintraf. Um 19.45 Uhr saß ich aber auf meinem Platz und hatte noch ausreichend Zeit, mein Foto-Equipment auszupacken. Um 20.00 Uhr ging es dann auf der Bühne los. Für diesen Abend waren Hans die Geige und Gäste angesagt und nachdem schon mal die Musik aus der Konserve eingespielt wurde, kam besagter Hans mitsamt seiner Geige dazu und spielte seinen ersten Titel.
Hans Wintoch, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, hat die Musikhochschule absolviert und dort sein Handwerk verfeinert. Danach wollte man ihm zum Orchestermusiker machen. Davon war er aber nicht sonderlich begeistert. Ihm lag die Rockmusik mehr am Herzen, und dabei blieb er dann auch – u.a. war er auch mal der Tastenmann bei den KLOSTERBRÜDERN. Seit vielen Jahren ist er aber in der Hauptsache solistisch unterwegs. Alles Wissenswerte über den Künstler erfährt ihr auch in unseren Interviews auf dieser Seite, die wir im Laufe der Jahre mit Hans geführt haben. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit von Ehefrau Dani, die stets in der Nähe der Bühne an den Reglern sitzt und den Ton einspielt.
Hans Wintoch, wie der Musiker mit bürgerlichem Namen heißt, hat die Musikhochschule absolviert und dort sein Handwerk verfeinert. Danach wollte man ihm zum Orchestermusiker machen. Davon war er aber nicht sonderlich begeistert. Ihm lag die Rockmusik mehr am Herzen, und dabei blieb er dann auch – u.a. war er auch mal der Tastenmann bei den KLOSTERBRÜDERN. Seit vielen Jahren ist er aber in der Hauptsache solistisch unterwegs. Alles Wissenswerte über den Künstler erfährt ihr auch in unseren Interviews auf dieser Seite, die wir im Laufe der Jahre mit Hans geführt haben. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit von Ehefrau Dani, die stets in der Nähe der Bühne an den Reglern sitzt und den Ton einspielt.

Nachdem Hans auf seiner Geige „Show Must Go On“ von QUEEN gespielt hatte, sang und spielte er „Dust In The Wind“ von KANSAS. Diese Nummer ist inzwischen zu seiner persönlichen Hymne geworden. Mit „Flieg mit mir“ hörten wir dann einen Titel, den das Projekt NEULAND des ehemaligen Puhdys-Schlagzeuger Klaus Scharfschwerdt gespielt hat und bei dem Hans Wintoch als Geiger und Sänger mit von der Partie war. Leider ist dieses Projekt mit seinem Gründer zusammen gestorben. In der Folge wurden noch die Titel „Up Where We Belong“, seinerzeit von Joe Cocker und Jennifer Warnes gesungen, und „Show Must Go On“ von QUEEN auf der Geige gespielt, dann waren die Gäste an der Reihe.
Thomas Schmitt (Gesang, gesprochenes Wort) und Frank Sültemeyer (Keyboard, Gitarre, Gesang) sind die Gruppe MTS. MTS sind eigentlich die Anfangsbuchstaben der Musiker, die die Gruppe vor über fünfzig Jahren gegründet haben, Detlef Melzer, Herbert Treichel und Thomas Schmitt. Nachdem die Mitglieder aber mehrfach wechselten, hat man MTS aber auch immer wieder anders gedeutet. So zum Beispiel mit Mut, Tatendrang, Schönheit. Das stand auch auf der ersten Langspielplatte, erschienen 1976 beim Label Amiga. Eigentlich hatte MTS bereits vor einigen Jahren ihren Abschied von der Live-Bühne verkündet, aber das 50-jährige Jubiläum dieser Platte war ein Grund, sich den Terminkalender nochmal richtig vollzupacken. Und so ist man in diesem Jahr viel unterwegs. Genau vor einem Jahr war Hans die Geige zusammen mit MTS auch hier im „Neu Helgoland“ auf der Bühne. Wenn man aber glaubt, jetzt alles noch einmal so zu hören wie 2025 … die Witze, Limericks und Songs … Die beiden Männer arbeiten ständig an ihrem Programm und es verändert dich von Mal zu Mal. Zudem ist Schmitt ein ziemlich spontaner Typ, der auf Dinge auch reagieren kann. Viele neue Witze und sonstige Wortbeiträge gab es daher am Freitag auch.
Die Lieder sind teilweise nicht neu, aber sie sind zeitlos und man kann immer wieder darüber lachen. So sind „Der Schein trügt nicht“, „Der schönste Platz ist an der Apotheke“, „Ballade vom Förster und seiner sensiblen Tochter“, „Tamara“ oder „Ein Pferd wie du und ich“ bereits auf der Platte von 1976 enthalten. Neueren Datums ist ein Lied zum Thema „Klassentreffen“, ebenfalls sehr zum Schmunzeln. Den letzten Titel spielte MTS dann zusammen mit Hans, und dieses Lied ist auch schon ziemlich alt. Ich habe es unter einem anderen Namen und mit anderem Inhalt - so glaube ich mich zu erinnern - schon im Kindergarten gelernt. Bei MTS heißt es „10 böse Autofahrer“. Es gab aber auch hier im Laufe der Zeit verschiedene neue Fassungen zu der Melodie, so zum Beispiel „sieben Zwerge“ oder „10 Genießer“. Danach verabschiedete sich MTS von der Bühne und Hans die Geige ließ seine Geige und auch seine Stimme nochmal erklingen.

Mit einer Melodie aus „Schwanensee“ von Tschaikowski und dem Titel „Wenn ich dein T-Shirt wär“, 1995 von Harry Jeske für Hans komponiert und von IC Falkenberg arrangiert und produziert, ging das Konzert langsam aber sicher auf seine Zielgeraden. Als Zugabe versuchte sich Hans schließlich noch an einer Melodie, für welche er extra auf seiner Geige die Spielart geprobt hatte. Es musste nämlich genau so klingen, wie man in Irland auf der Geige spielt. Als definitiven Schlusspunkt setzte Hans einen Titel der ungarischen Band OMEGA ans Ende der Setlist. Mit den Ungarn stand der Musiker vor vielen Jahren auch schon einmal auf einer Bühne. Die Nummer, die er für sich auswählte, war „Mädchen mit Perlen im Haar“.
Gegen 22.00 Uhr war der Konzertabend beendet. Die Kellner hatten an den Tischen abkassiert oder waren noch dabei, und man begab sich auf den Heimweg. Auch wenn für Hans nun der wohlverdiente Feierabend anstand, so hat der Musiker doch bis zum Sommer noch ein paar Highlights auf seinem Tourplan stehen. Wer ihn sehen möchte, kann dies unter anderem am 16. Mai beim Stadtfest in Strausberg zusammen mit Quaster and Friends tun. Am 23. Mai ist er in der Borthener Veranstaltungsscheune beim „Rockgeiger`s PfingstSpecial“, am 13. Juni zusammen mit Stefan Keil Open Air auf der Fürstenwalder Parkbühne und am 26. Juni beim Goethe Park Festival in Burg zu erleben.
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