
Ein Konzertbericht mit Fotos von Katja Jahn
Das Wetter hat mitgespielt, so ging es für mich ins schöne Berlin-Köpenick, genaugenommen in das Freiluftkino in Friedrichshagen, wo ich am vergangenen Samstag zum ersten Mal war. Um 15.00 Uhr dort angekommen, hatte ich ausreichend Zeit, mir die tolle Location in aller Ruhe anzusehen. Wir haben euch in diesem Jahr ja schon bereits über zwei Konzerte dieses Ensembles und ihres aktuellen Programms berichtet. Dabei handelte es sich um jeweils eine der Indoor-Muggen ihrer Tour in Berlin und Wittenberg. Jetzt im Sommer bringen Scholle, Manu, André und Marek den Menschen ihr Programm auch unter freiem Himmel zu Gehör, und das Freiluftkino Friedrichshagen war für dieses Vorhaben eine exzellente Wahl.
Diese Location ist ein charmantes Open-Air-Kino im Grünen, mitten im Kurpark von Berlin-Friedrichshagen. Das Kino wurde bereits 1931 als „Naturtheater Friedrichshagen“ gegründet. Es liegt nur wenige Schritte vom Müggelsee entfernt. Zu DDR-Zeiten nannten Anwohner den Ort liebevoll „Hyde-Park“. Außer Filmvorführungen gibt es dort auch Live-Musik, wie z.B. an diesem Wochenende das Konzert von Uschi Brüning & dem Günther Fischer Quintett (30.08.), das von Gerhard Schöne & Musikanten am 13. September, und eben auch das von mir hier heute Beschriebene, bei dem irgendwie alles passte, denn bis auf einen kurzen Schauer ist es am Samstag auch trocken geblieben. Ich kam sogar in den Genuss, dem Soundcheck beizuwohnen und hatte - wenn man so will – auf diesem Weg die doppelte Ladung Schmid/Zöllner abbekommen.
Diese Location ist ein charmantes Open-Air-Kino im Grünen, mitten im Kurpark von Berlin-Friedrichshagen. Das Kino wurde bereits 1931 als „Naturtheater Friedrichshagen“ gegründet. Es liegt nur wenige Schritte vom Müggelsee entfernt. Zu DDR-Zeiten nannten Anwohner den Ort liebevoll „Hyde-Park“. Außer Filmvorführungen gibt es dort auch Live-Musik, wie z.B. an diesem Wochenende das Konzert von Uschi Brüning & dem Günther Fischer Quintett (30.08.), das von Gerhard Schöne & Musikanten am 13. September, und eben auch das von mir hier heute Beschriebene, bei dem irgendwie alles passte, denn bis auf einen kurzen Schauer ist es am Samstag auch trocken geblieben. Ich kam sogar in den Genuss, dem Soundcheck beizuwohnen und hatte - wenn man so will – auf diesem Weg die doppelte Ladung Schmid/Zöllner abbekommen.

Um 19.30 Uhr ging es dann für alle los. Stolze 23 Songs, unterbrochen von einer etwa 20-minütigen Pause, standen auf dem Programm. Das Programm war natürlich ähnlich dessen, das man bei den Muggen auf der Tour Im Frühjahr erleben konnte. So eröffnete der LIFT-Klassiker „Sommernacht“ auch den Auftritt des Quartetts im Berliner Freilichtkino. Aber eins muss man hier dazusagen: Mögen sich die Lieder auch wiederholen, die vier Musiker präsentieren sie einem immer anders. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, auch wenn man das Programm schon mehrfach gesehen hat und die Songs auf den ersten Ton genau gleich klingen wie bei der Mugge ein paar Wochen zuvor. Für mich sowieso, denn viele Lieder sind natürlich weit vor meiner Zeit entstanden und ich hatte bisher gefühlsmäßig wenig bis gar keine Berührungspunkte damit. „Sommernacht“ als Beispiel ist schon 1978, also ein paar Jahre vor meiner Geburt, entstanden und in einer Zeit, als zwei Mitglieder von LIFT bei einem Autounfall ums Leben kamen, darunter auch der Texter dieses Liedes, Henry Pacholski. So hat wohl jedes Lied seine Geschichte, und ich denke für viele Zuhörer vor Ort auch ihre eigene. Meine Wege und die der verschiedenen Songs in diesem Programm kreuzten sich durch die Interpretationen von Dirk und Manuel erst in den letzten Monaten zum ersten Mal.
Übrigens war LIFT allgemein öfters mit von der Partie … „Am Abend mancher Tage“ oder „Nach Süden“ folgten später nämlich auch noch und erinnerten einmal mehr an die beiden Musiker, die bei eben geschilderter Tragödie ums Leben kamen, und auch dem Wunsch nach Freiheit, den viele Menschen zum Zeitpunkt seines Entstehens in der DDR hatten. Alles Lieder, die einen gerade ihrer Inhalte wegen sehr berühren. „Dein Gesicht“ von Holger Biege hat mich auch mitten ins Mark getroffen. Ein sehr schöner Text. Dann war da auch „Wer die Rose ehrt“ von der Klaus-Renft-Combo … ein Lied, das mich persönlich ebenfalls sehr berührt und das ich auch sehr mag. Das von Cäsar Peter Gläser geschriebene und geprägte Lied passt auch hervorragend in die heutige Zeit und wird anno 2026 auch immer noch von der Gruppe KARUSSELL live gespielt, die es nach dem RENFT-Verbot zusammen mit Cäsar bei sich aufgenommen hatte!
Wie ich herausgehört habe, liegt Franz Bartzsch, der zum Beispiel auch mit seiner Komposition „Nachtigall“ vertreten war, der Band besonders am Herzen. Das Lied stammt im Original von der Gruppe 4 PS, bei der er selbst auch mitspielte, aber Bartzsch war in den 70ern der Haus- und Hof-Komponist von Veronika Fischer. Ein weiteres Highlight war „Mein Herz soll ein Wasser sein“, das Stephan Trepte mit seiner Stimme einst so wunderbar zum Leben erweckte. Es war am Samstag ebenfalls ein Teil des Repertoires, und auch die Stern-Combo Meißen durfte nicht fehlen. „Schnee und Erde“ - live und in Farbe waren sogar zwei Mitglieder der Band vor Ort im Publikum: Martin Schreier und Frank Schirmer.
Neben all den vielen Klassikern gab es dazu zwei Eigenkompositionen von Manuel und Marek: „Das Lied aus dem Land vor unserer Zeit“ und „Das blaue Lied“. Beide Songs sind auf dem in diesem Jahr erschienenen, zweiten Balladenalbum zu finden. Abgesehen davon, dass ich Euch ja immer nur ans Herz legen kann, zu den Live-Konzerten zu gehen, so die Künstler zu unterstützen und dort Merch zu kaufen, lohnen sich diese zwei Alben wirklich besonders. Ich möchte es nur mal erwähnt haben. Du hast noch keins? Warum nicht? 😉
Auch die Zöllner Songs kamen nicht zu kurz. „Viel zu weit“ und der „Käfer auf‘m Blatt“ waren dabei und rundeten diesen tollen Abend ab. Am Ende waren es 23 Songs voller Power und ein traumhafter und sehr emotionaler Tag/Abend. Danke, dass ich teilnehmen durfte und an alle, die mich dort vor Ort so lieb aufgenommen haben. Es waren zumindest für mich einige neue Gesichter und Lieder dabei.
Fotostrecke:
Soundcheck:
Das Konzert:
