
Ein Konzertbericht mit Fotos von Mandy Dutsch
Wenn Andrea Bocelli auf die Bühne kommt, braucht es eigentlich nicht viel Erklärung. Seine Stimme ist seit Jahrzehnten weltweit bekannt, man hat ihn oft im Radio und im TV gehört und trotzdem ist es etwas anderes, ihn live zu erleben. Im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion wurde am Samstagabend aus einem Konzert schnell ein großes musikalisches Spektakel mit Opernklassikern, Popmomenten, Videos, Tänzern und jeder Menge Gänsehaut.
Um 20:10 Uhr beginnt der Abend mit Orchesterbegleitung. Bevor Bocelli selbst richtig loslegt, läuft ein Intro-Video, das wichtige Stationen und Meilensteine seiner Karriere zeigt. Eine passende Einstimmung auf das, was folgt: ein Querschnitt durch sein musikalisches Leben. Mit „Di quella pira“ und „La donna è mobile“ geht es direkt klassisch los. Besonders schön wird es bei „Lippen schweigen“, das eine Sopranistin singt. Danach bekommt auch das Orchester beziehungsweise der Violinist seinen großen Moment. Ein Solo sorgt für etwas Abwechslung und zeigt, dass an diesem Abend nicht nur der Weltstar im Mittelpunkt steht.
Überhaupt lebt das Konzert von seinen Wechseln. Auf große Oper folgt ein Duett, anschließend wird mit „O Fortuna“ und einem begleitenden Video wieder ein anderer musikalischer Ton angeschlagen. Dazu kommen weitere Tenorstimmen, ein Tanzsolo und weitere Duette. Gerade diese Mischung macht das Konzert abwechslungsreich und verhindert, dass sich die fast dreistündige Show wie ein reiner Opernabend anfühlt. Nach rund 50 Minuten ist erst einmal Pause. Zeit, das Gehörte sacken zu lassen und vielleicht auch einmal kurz durchzuatmen.
Um 20:10 Uhr beginnt der Abend mit Orchesterbegleitung. Bevor Bocelli selbst richtig loslegt, läuft ein Intro-Video, das wichtige Stationen und Meilensteine seiner Karriere zeigt. Eine passende Einstimmung auf das, was folgt: ein Querschnitt durch sein musikalisches Leben. Mit „Di quella pira“ und „La donna è mobile“ geht es direkt klassisch los. Besonders schön wird es bei „Lippen schweigen“, das eine Sopranistin singt. Danach bekommt auch das Orchester beziehungsweise der Violinist seinen großen Moment. Ein Solo sorgt für etwas Abwechslung und zeigt, dass an diesem Abend nicht nur der Weltstar im Mittelpunkt steht.
Überhaupt lebt das Konzert von seinen Wechseln. Auf große Oper folgt ein Duett, anschließend wird mit „O Fortuna“ und einem begleitenden Video wieder ein anderer musikalischer Ton angeschlagen. Dazu kommen weitere Tenorstimmen, ein Tanzsolo und weitere Duette. Gerade diese Mischung macht das Konzert abwechslungsreich und verhindert, dass sich die fast dreistündige Show wie ein reiner Opernabend anfühlt. Nach rund 50 Minuten ist erst einmal Pause. Zeit, das Gehörte sacken zu lassen und vielleicht auch einmal kurz durchzuatmen.
Nach der Pause geht es um 21:10 Uhr emotional weiter. Ein Video mit großen Momenten aus Bocellis Karriere wird von instrumentaler Begleitung untermalt, darunter Motive von „Time to Say Goodbye“ und „Vivo per lei“. Danach folgen mit „Caruso“ und „Melodrama“ zwei weitere Stücke, bei denen Bocellis Stimme besonders zur Geltung kommt. Auch in der zweiten Hälfte bekommt der Abend immer wieder andere Farben. Ein weiterer Violinist tritt solistisch auf, ein Tanzsolo wird vom Orchester begleitet und Bocelli setzt sich für „Romanza“ selbst ans Klavier. Gerade dieser Moment wirkt persönlicher und etwas ruhiger als die großen Showelemente rundherum.
Mit „Il mare calmo della sera“ wird anschließend noch einmal deutlich, warum Bocelli seit so vielen Jahren zu den bekanntesten Stimmen der klassischen Musik gehört. Seine Stimme klingt dabei gleichzeitig kraftvoll und verletzlich. Eine Kombination, die auch im riesigen Stadion funktioniert. Für einen weiteren Höhepunkt sorgt eine externe Popsängerin, die mit ihrem Auftritt einen deutlichen Kontrast zum Opernprogramm setzt. Gemeinsam mit Bocelli singt sie „Vivo per lei“, später folgt ein weiteres Duett, „Vivere“. Das Publikum ist spätestens jetzt komplett dabei. Zum Ende versammelt sich das Ensemble noch einmal auf der Bühne. Musiker, Sänger und Tänzer verabschieden sich gemeinsam, bevor Bocelli für die Zugaben zurückkommt.
Und die haben es noch einmal in sich: „Con te partirò“ darf natürlich nicht fehlen. Dazu kommen einige persönliche Dankesworte an das Wiener Publikum. Dann gibt es noch eine besondere Überraschung: Matteo Bocelli, Andrea Bocellis Sohn, kommt als Special Guest auf die Bühne. Gemeinsam singen die beiden „Fall on Me“. Ein Moment, der deutlich persönlicher wirkt als viele der großen Showpassagen zuvor. Zum Abschluss folgt schließlich „Nessun dorma“. Ein Klassiker, der wie gemacht ist für einen solchen Konzertabend und gleichzeitig einen kraftvollen Schlusspunkt setzt.
Was von diesem Abend bleibt, ist weniger ein einzelner großer Moment als das Gesamtbild. Andrea Bocelli verbindet Oper und Pop, große Orchesterarrangements und intime Augenblicke, klassische Soli und moderne Showelemente. Und am Ende steht vor allem diese Stimme. Eine Stimme, die selbst in einem riesigen Stadion erstaunlich nah wirken kann. Wien bekommt an diesem Abend nicht einfach nur ein Konzert, sondern eine musikalische Reise durch Bocellis Karriere mit viel Pathos, großen Melodien und einigen sehr persönlichen Momenten. Für Fans dürfte es genau das gewesen sein, was sie sich von diesem Abend erhofft haben.
