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London (UK) | Hackney Empire | 14. Mai 2025

Ein Bericht mit Fotos von Mandy Dutsch



20 Jahre sind vergangen, seit Delta Goodrem mit "Mistaken Identity" ihr wohl persönlichstes und emotionalstes Album veröffentlichte. Geprägt von ihrer überstandenen Krebserkrankung, war das Album 2005 ein kraftvolles Statement für Resilienz, künstlerische Reife und menschliche Tiefe. Mit ihrer Jubiläumstour "Mistaken Identity: A Night of Celebration - 20 Years" würdigt die australische Sängerin nun dieses Kapitel - mit zwei exklusiven Shows im Sydney Opera House und zwei weiteren im Hackney Empire in London.

Am 14. Mai 2025 war es soweit: Die atemberaubende Halle in Ost-London füllte sich mit langjährigen Fans und neuen Zuhörern aus aller Welt - Kanada, USA, Australien -, die eines vereinte: die Liebe zur Musik und der Persönlichkeit Delta Goodrem. Bereits vor dem offiziellen Konzertbeginn erhielten einige glückliche Fans einen exklusiven Einblick beim Soundcheck, bei dem Delta rare B-Seiten wie "Beautiful Madness", "Visualise" und ein Cover von "I Believe in a Thing Called Love (The Darkness)" zum Besten gab. Anschließend fand ein herzliches Meet & Greet statt. Bei beidem durfre ich dabei sein. Delta präsentierte sich hier nicht nur als Star, sondern als Mensch - nahbar, warmherzig und aufrichtig interessiert an den Geschichten ihrer Fans. Ein Erlebnis, das lange nachhallt.


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Punkt 20:00 Uhr verdunkelte sich der Saal, blaues Licht tauchte die Bühne in eine stimmungsvolle Atmosphäre. Zu sehen: ein prachtvoller Flügel, eine fein besetzte Live-Band mit Streichern … und dann betrat Delta in einem funkelnden, bodenlangen blauen Kleid unter Applaus die Bühne. Sie nahm am Klavier Platz und eröffnete den Abend mit "Out of the Blue". Noch während des ersten Refrains folgte die erste große Geste des Publikums: Mit blauen Leuchtherzen formten Fans die Botschaft "MI 20". Delta war sichtlich überrascht - und ebenso sichtlich gerührt.

Es folgten emotionale und eindringliche Songs wie "The Analyst", "Mistaken Identity" und "Extraordinary Day". Bei "A Little Too Late" bat sie Fans nach vorne, um gemeinsam die Melodie zu summen - ein intimer Moment voller Nähe und Verbundenheit. Ein musikalisches Highlight des Abends war dann das kraftvolle "Electric Storm", unterstützt von einer von den Streichern gespielten dramatischen Musik. Ein besonders kreativer Fan hatte sich passend zum Song als "Electric Storm" verkleidet - auch dieser wurde auf charmante Weise von Delta auf die Bühne geholt.

Für die gefühlvolle Ballade "Almost Here" wurde Calum Scott als Überraschungsgast auf die Bühne gebeten - die beiden Stimmen von Delta und ihrem Gast harmonierten auf berührende Weise. Im anschließenden Band-Intermezzo stellte Delta jedes einzelne Mitglied ihrer Band vor und hob die musikalische Klasse ihres Ensembles hervor. Im Mittelteil folgte dann eine Auswahl ruhiger, introspektiver Songs wie "Sanctuary", "Fragile" und das selten live gespielte "You Are My Rock". Besonders bewegend: Delta erinnerte an das medizinische Personal, das sie während ihrer Krebserkrankung begleitet hatte, und würdigte den Internationalen Tag der Pflege, der am 13. Mai war. Mit "Nobody Listened" endete der Hauptteil in beinahe theatralischer Tiefe und Nachdenklichkeit. Zwischen den Songs gab Delta immer wieder persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichten - ihre Erzählungen waren emotional, ehrlich und zutiefst bewegend.

Nach einer kurzen Pause kehrte die Künstlerin im kurzen, blauen Kleid auf die Bühne zurück - und zeigte sich von ihrer ausgelassenen Seite. Sie spielte ein mitreißendes Medley ihrer größten Hits, darunter "The Power", "Hearts on the Run", "Wings", "Lost Without You", "In This Life", "Back to Your Heart", "Born to Try" und "Believe Again". Auf dem Höhepunkt der Euphorie stieg sie sogar auf den Flügel und tanzte - ein unvergesslicher Anblick voller Lebensfreude.


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Zum Abschluss des Abends erklang "Sitting on Top of the World", begleitet von goldglänzendem Konfettiregen - ein triumphaler, beinahe filmreifer Abschluss eines außergewöhnlichen Konzertabends. Delta Goodrem bot nicht nur ein Konzert - sie schenkte ihren Fans einen Abend voller Emotionen, Stärke und Gemeinschaft. Die Energie im Raum war spürbar, die Verbindung zwischen Künstlerin und Publikum aufrichtig und intensiv. Ob Tränen der Rührung oder Mitsingen vor Freude - dieser Abend wird vielen lange im Herzen bleiben.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch dem Veranstalter Live Nation UK sowie Edge Entertainment für eine perfekt organisierte Show und die Möglichkeit für uns, dabei sein zu können. Besonders Live Nation UK scheint eine ganz andere Philosophie wie ihre deutschen Kollegen zu vertreten, bei denen Akkreditierungsanfragen oftmals ohne eine genaue Prüfung pauschal und schon wenige Stunden nach dem Absenden abgelehnt werden. In England legt man wohl noch etwas mehr Wert darauf, dass Leser von Magazinen noch die Möglichkeit haben, sich über Konzerte und die Arbeit von Künstlern zu informieren, ohne selbst vor Ort sein zu müssen. Der Kontakt zwischen mir und dem Veranstalter war vom Anfang bis zum letzten Kontakt unkompliziert und freundlich. Vielen Dank!




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