Künstliche Intelligenz und Kryptowährungen:
Diesen Einfluss haben neue Technologien auf die Musik
Diesen Einfluss haben neue Technologien auf die Musik
Foto: https://www.pexels.com
Die Künstliche Intelligenz hat die Musikbranche erreicht - zum ersten Mal überhaupt hat es ein KI-Song an die Spitze der US Charts geschafft. Die Grenze zwischen Menschen und Maschine verschwimmt immer mehr. Sieht man sich zudem die Ergebnisse einer neuen internationalen Studie an, so wird auch schnell klar, dass Hörer kaum noch unterscheiden können, ob es sich um eine KI-Musik handelt oder nicht.
Wenn ein Algorithmus die Charts erobert
Mit "Walk my Walk" hat es erstmals ein KI-Titel an die Spitze der US Billboard-Charts in der Kategorie "Country Digital Song Sales" geschafft. Der vermeintliche Interpret: "Breaking Rust", ein digital erschaffener Country-Sänger, der nie im Studio war und auch nie eine Bühne betreten wird, sondern ausschließlich aus einem Code besteht.
Tatsächlich ist das nicht der erste Fall seiner Art, wohl aber der, der die meiste Aufmerksamkeit erregen konnte. Bereits im vergangenen Sommer hat es mit "Verknallt in einen Talahon" ein KI-unterstützter Song in die deutschen Charts geschafft. Allerdings lag hier noch ein entscheidender Unterschied vor: Der Text wurde von einem menschlichen Produzenten geschrieben. Bei "Walk my Walk" wurden sowohl Musik als auch der Gesang von der KI generiert.
Mit dem immer größer werdenden Erfolg derartiger Produktionen stellt sich natürlich eine zentrale Frage: Können die Hörer heutzutage überhaupt noch erkennen, ob sie einer echten Band oder einem Algorithmus lauschen? Dieser Frage ist die französischen Streamingplattform Deezer in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos nachgegangen. Das Ergebnis ist beunruhigend. Laut der Studie gelingt es der überwältigenden Mehrheit nämlich nicht, dass sie den Unterschied zwischen KI-generierter und menschlich produzierter Musik erkennt. Daher rückt ein Szenario näher, das lange Zeit nur theoretisch möglich war: Musik ohne eine erkennbare Urheberschaft.
Internationale Studie mit klarem Befund
Im Rahmen der Studie wurden 9.000 Personen aus acht Ländern befragt. Die Teilnehmer kamen aus den USA, Kanada, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Japan. 6.791 der Befragten haben angegeben, sie würden regelmäßig Musik über Streaming-Dienste zu hören.
Im Rahmen der Studie haben sich die Teilnehmer jeweils drei Musikstücke angehört. Zwei davon waren vollständig KI-generiert, ein Lied stammte von einem menschlichen Künstler. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: 97 Prozent der Befragten waren nicht in der Lage, den Unterschied wahrzunehmen und konnten daher nicht sagen, welches Stück "echt" war. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer gab zudem an, sie würden sich unwohl fühlen, weil es ihnen nicht möglich war, einen Unterschied festzustellen. Die Studie zeigt somit ganz klar, dass technologische Perfektion nicht automatisch auf Akzeptanz stoßen muss.
Rund 80 Prozent der Befragten haben sich dafür ausgesprochen, dass Musik, die vollständig von einem KI-System erzeugt wurde, auch eindeutig gekennzeichnet werden sollte. Darüber hinaus haben 70 Prozent die Sorge geäußert, dass KI-generierte Musik die wirtschaftliche Grundlage menschlicher Musiker bedrohen könnte. Viele der Teilnehmer haben die Ansicht vertreten, dass KI-Artists auf Streamingplattformen weniger Geld erhalten sollten als reale Künstler. Diese Haltung wird auch von der Streaming-Plattform Deezer selbst geteilt. "Wir sind fest davon überzeugt, dass Kreativität von Menschen hervorgebracht wird und dass diese geschützt werden sollten", so Deezer-CEO Alexis Lanternier. Der Streamingdienst betonte, er würde bereits mit einem eigenen Erkennungssystem inzwischen in der Lage sein, dass schon beim Upload KI-generierte Songs identifiziert werden würden.
Nach den Angaben von Deezer gilt diese Erkennung auch für Musik, die mit besonders leistungsfähigen Programmen wie Suno oder Udio erstellt wurde. Bei Udio handelt es sich um jene Software, die unter für den deutschen Charttitel "Verknallt in einen Talahon" verwendet wurde.
Urheberrecht rückt in den Mittelpunkt
Neue Technologien können ganze Branchen auf den Kopf stellen. Ein gutes Beispiel sind etwa Kryptowährungen. Anfangs noch belächelt, so arbeiten bereits renommierte Finanzinstitute mit Bitcoin und Co. Private Anleger interessieren sich zudem auch abseits für neue Coins, die aktuell noch im Vorverkauf sind und erst in wenigen Monaten gelistet werden. Eine Übersicht findet man unter anderem hier: https://www.coinspeaker.com/de/kryptowaehrung-kaufen/coin-launch/. Kryptowährungen haben sich innerhalb der letzten Jahre von einem Spekulationsobjekt zu einem beliebten Asset entwickelt, das auch schon für langfristige Veranlagungen herangezogen wird. Zudem gibt es immer mehr Online Shops, die auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren.
Parallel zur gesellschaftlichen Debatte verschärft sich auch die rechtliche Auseinandersetzung rund um KI und Musik. Lanternier hat sich hier aber bereits klar positioniert: "KI-Unternehmen sollte es nicht erlaubt sein, ihre Modelle auf urheberrechtlich geschütztem Material zu trainieren". Diese Einschätzung deckt sich übrigens auch mit einem aktuellen Urteil aus Deutschland. Das Landgericht München entschied, dass OpenAI gegen das Urheberrecht verstößt, sofern Liedtexte ohne Genehmigung für das Training von KI-Systemen genutzt werden. Die Klage wurde von der Verwertungsgesellschaft GEMA im Namen von Urhebern mehrerer bekannter Songs eingereicht.
Musik am Wendepunkt
Die aktuellen Entwicklungen zeigen klar auf, dass die KI in der Musik längst keine Spielerei mehr ist. KI-Lieder erobern die Charts und zwingen die Branche sowie die Politik, neue Antworten zu finden. Wird es zu einer Kennzeichnungspflicht kommen, entstehen neue Vergütungsmodelle oder werden strengere Urheberrechtsregeln geschaffen? Fest steht, dass die Frage, wer oder was die Musik erschaffen hat, heute komplexer denn je ist.
Wenn ein Algorithmus die Charts erobert
Mit "Walk my Walk" hat es erstmals ein KI-Titel an die Spitze der US Billboard-Charts in der Kategorie "Country Digital Song Sales" geschafft. Der vermeintliche Interpret: "Breaking Rust", ein digital erschaffener Country-Sänger, der nie im Studio war und auch nie eine Bühne betreten wird, sondern ausschließlich aus einem Code besteht.
Tatsächlich ist das nicht der erste Fall seiner Art, wohl aber der, der die meiste Aufmerksamkeit erregen konnte. Bereits im vergangenen Sommer hat es mit "Verknallt in einen Talahon" ein KI-unterstützter Song in die deutschen Charts geschafft. Allerdings lag hier noch ein entscheidender Unterschied vor: Der Text wurde von einem menschlichen Produzenten geschrieben. Bei "Walk my Walk" wurden sowohl Musik als auch der Gesang von der KI generiert.
Mit dem immer größer werdenden Erfolg derartiger Produktionen stellt sich natürlich eine zentrale Frage: Können die Hörer heutzutage überhaupt noch erkennen, ob sie einer echten Band oder einem Algorithmus lauschen? Dieser Frage ist die französischen Streamingplattform Deezer in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos nachgegangen. Das Ergebnis ist beunruhigend. Laut der Studie gelingt es der überwältigenden Mehrheit nämlich nicht, dass sie den Unterschied zwischen KI-generierter und menschlich produzierter Musik erkennt. Daher rückt ein Szenario näher, das lange Zeit nur theoretisch möglich war: Musik ohne eine erkennbare Urheberschaft.
Internationale Studie mit klarem Befund
Im Rahmen der Studie wurden 9.000 Personen aus acht Ländern befragt. Die Teilnehmer kamen aus den USA, Kanada, Brasilien, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Japan. 6.791 der Befragten haben angegeben, sie würden regelmäßig Musik über Streaming-Dienste zu hören.
Im Rahmen der Studie haben sich die Teilnehmer jeweils drei Musikstücke angehört. Zwei davon waren vollständig KI-generiert, ein Lied stammte von einem menschlichen Künstler. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: 97 Prozent der Befragten waren nicht in der Lage, den Unterschied wahrzunehmen und konnten daher nicht sagen, welches Stück "echt" war. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer gab zudem an, sie würden sich unwohl fühlen, weil es ihnen nicht möglich war, einen Unterschied festzustellen. Die Studie zeigt somit ganz klar, dass technologische Perfektion nicht automatisch auf Akzeptanz stoßen muss.
Rund 80 Prozent der Befragten haben sich dafür ausgesprochen, dass Musik, die vollständig von einem KI-System erzeugt wurde, auch eindeutig gekennzeichnet werden sollte. Darüber hinaus haben 70 Prozent die Sorge geäußert, dass KI-generierte Musik die wirtschaftliche Grundlage menschlicher Musiker bedrohen könnte. Viele der Teilnehmer haben die Ansicht vertreten, dass KI-Artists auf Streamingplattformen weniger Geld erhalten sollten als reale Künstler. Diese Haltung wird auch von der Streaming-Plattform Deezer selbst geteilt. "Wir sind fest davon überzeugt, dass Kreativität von Menschen hervorgebracht wird und dass diese geschützt werden sollten", so Deezer-CEO Alexis Lanternier. Der Streamingdienst betonte, er würde bereits mit einem eigenen Erkennungssystem inzwischen in der Lage sein, dass schon beim Upload KI-generierte Songs identifiziert werden würden.
Nach den Angaben von Deezer gilt diese Erkennung auch für Musik, die mit besonders leistungsfähigen Programmen wie Suno oder Udio erstellt wurde. Bei Udio handelt es sich um jene Software, die unter für den deutschen Charttitel "Verknallt in einen Talahon" verwendet wurde.
Urheberrecht rückt in den Mittelpunkt
Neue Technologien können ganze Branchen auf den Kopf stellen. Ein gutes Beispiel sind etwa Kryptowährungen. Anfangs noch belächelt, so arbeiten bereits renommierte Finanzinstitute mit Bitcoin und Co. Private Anleger interessieren sich zudem auch abseits für neue Coins, die aktuell noch im Vorverkauf sind und erst in wenigen Monaten gelistet werden. Eine Übersicht findet man unter anderem hier: https://www.coinspeaker.com/de/kryptowaehrung-kaufen/coin-launch/. Kryptowährungen haben sich innerhalb der letzten Jahre von einem Spekulationsobjekt zu einem beliebten Asset entwickelt, das auch schon für langfristige Veranlagungen herangezogen wird. Zudem gibt es immer mehr Online Shops, die auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren.
Parallel zur gesellschaftlichen Debatte verschärft sich auch die rechtliche Auseinandersetzung rund um KI und Musik. Lanternier hat sich hier aber bereits klar positioniert: "KI-Unternehmen sollte es nicht erlaubt sein, ihre Modelle auf urheberrechtlich geschütztem Material zu trainieren". Diese Einschätzung deckt sich übrigens auch mit einem aktuellen Urteil aus Deutschland. Das Landgericht München entschied, dass OpenAI gegen das Urheberrecht verstößt, sofern Liedtexte ohne Genehmigung für das Training von KI-Systemen genutzt werden. Die Klage wurde von der Verwertungsgesellschaft GEMA im Namen von Urhebern mehrerer bekannter Songs eingereicht.
Musik am Wendepunkt
Die aktuellen Entwicklungen zeigen klar auf, dass die KI in der Musik längst keine Spielerei mehr ist. KI-Lieder erobern die Charts und zwingen die Branche sowie die Politik, neue Antworten zu finden. Wird es zu einer Kennzeichnungspflicht kommen, entstehen neue Vergütungsmodelle oder werden strengere Urheberrechtsregeln geschaffen? Fest steht, dass die Frage, wer oder was die Musik erschaffen hat, heute komplexer denn je ist.
